Neo-Liberalismus
Wortmanipulation aufgedeckt
Neo-Liberalismus

Die Mehrheit glaubt, dass der Neoliberalismus eine freiheitliche Strömung ist, in der der Staat nach den besten Bedingungen für funktionierende Märkte sucht. Dem Staat wird dabei die Aufgabe zugewiesen, die Wettbewerbsordnung festzusetzen.

Mindestens zwei der Wörter sind Wortmanipulationen:

  • Der Neoliberalismus ist nicht “freiheitlich“, sondern eine gewalttätige Zwangs–Ideologie:
    • Die Anhänger schauen nicht auf die Realität, sondern auf ein Bild.
    • Die Ideologie wird nicht der Realität angepasst, sondern die Realität wird dem Bild angepasst.
    • Kranke Menschen betrachten nicht die Realität, extrahieren Daten und Fakten nicht auf deren Grundlage, sondern entscheiden und handeln auf der Grundlage eines Bildes. Deswegen auch: “BILD” dir deine Meinung!
    • Das kann bei gesunden Menschen nur mit gewalttätigen Mitteln erreicht werden.
  • “Staat” impliziert ein Verwaltungs-System, dass dem Bürger dient:
    • Ein Staat ist souverän.
    • Menschenrecht ist das höchstrangige Gesetz.
    • Gesunde Menschen betrachten die Realität, extrahieren Daten, entscheiden dementsprechend, und handeln gleichermaßen.
    • Zum größten Wohle der Meisten und zum kleinsten Nachteil der Wenigsten.

Das korrekte Wort für das System, unter der die Mehrheit der Menschen zum Nutze einer Minderheit leidet, nennt sich “Marktradikalismus“: Der Markt ist so radikal, dass keine anderen Gesetze als die Gesetze des Marktes gelten. Höherrangige Gesetze wie die Menschenrechte werden ausgeblendet. Nicht nur die Menschenrechte werden ausgeblendet, sondern das Wort “Marktradikalismus” generell kommt im offiziellen Sprachgebrauch nicht vor; obwohl die Diskussion dieses Phänomens eine Menge menschlicher Probleme lösen würde. Dass diejenigen Mutigen, die es doch wagen das Wort zu benutzen heftig angegriffen werden, beweist, dass dieses Wort manipuliert wird.

Somit liest sich die obige Schein-Definition von “Neoliberalismus” etwas anders:

Der Marktradikalismus ist eine gewalttätige Strömung: Der seiner Souveränität beraubte, zum Befehls-Empfänger degradierte Staat hat nach den besten Bedingungen für funktionierende Märkte zu suchen. Dem Schein-Staat wird dabei die Aufgabe zugewiesen, die Wettbewerbsordnung festzusetzen um sicherzustellen, dass kein Pathokrat wegen Menschenrechtsverletzungen behandelt wird.

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